Für Connaisseurs: Die Tradition der Cloisonné-Technik mit Emaille

»Email cloisonné» ist die Verbindung zweier uralter Handwerkskünste. Zellenemaille, wie die deutsche Übersetzung lautet, wurde zuerst bei Pendulen verwendet, als wertvolle Zifferblätter aus Email bestanden. Cloisonné bedeutet, dass mit winzigen Golddrähten Zellen auf der Oberfläche abgetrennt werden, in die dann verschiedenfarbige Emaille aufgebracht wird. Daraus entstehen Unikate, unvergängliche Bilder auf kleinstem Raum. Aber beginnen wir am Anfang. Da steht die Zeichnung, der Entwurf eines Motivs. Seien das zwei Pandabären, Tiger, ein Drachen, Pegasus, Vulcano, Poseidon oder die Weltkarte. Anschliessend wird die Farbgebung festgelegt, und nach vielen Stunden ist die Rohzeichnung auf das zukünftige Zifferblatt übertragen. Dann wird in verschiedenen Schichten die verschiedenfarbige Emaille aufgetragen, im Ofen erhitzt und verfestigt, bis schliesslich ein zeitloses Kunstwerk entstanden ist. Jeder einzelne Arbeitsschritt braucht eine sehr ruhige Hand – und viele, sehr viele Jahre Erfahrung sowie Fingerspitzengefühl, denn Emaille ist ein sehr delikates Material, das bei der kleinsten Fehlmanipulation zerbrechen kann, bevor es endgültig ausgehärtet ist. Und die limitierten sowie nummerierten Serien von kunstvollen Vulcain-Uhren schmückt. Für die wahren Connaisseurs von Handwerkskunst in Vollendung.

«Email cloisonné»

Das Herz der «Email cloisonné»-Sonderausgaben von Vulcain besteht aus dem Cricket Manufakturkaliber V20. Es gibt Stunden, Minuten und Sekunden an und verfügt über unsere Alarmfunktion. Eingefasst ist es mit 18 k Rotgold. Aber der Blick des Connaisseurs verweilt immer länger als nötig, um nur die Zeit abzulesen. Denn das Zifferblatt besteht aus einem Kunstwerk. Seien das zwei Pandabären, Tiger, ein Drache, Vulcano, Poseidon oder eine Weltkarte. Weltweit üben nur noch wenige Meister die uralte Handwerkskunst der Zellenemaille aus. Sie schenken der Welt miniaturisierte Gemälde, die Jahrhunderte überdauern können, ohne an Farbintensität zu verlieren. Wenn Zeit vergänglich ist, so wird hier etwas Bleibendes geschaffen, an dem sich nicht nur der aktuelle Besitzer, sondern auch seine Nachkommen erfreuen können. 

Was ist die Cloisonné-Technik genau?

Am Anfang steht das Motiv und seine Farbgebung. Der Meister erstellt Entwürfe, beispielsweise eine kunstvollen Weltkarte, die vom Kunden abgenommen werden. Anschliessend wird diese Zeichnung auf das Zifferblatt einer Vulcain-Armbanduhr übertragen. Ihre Striche werden mit 0,05 Millimeter dünnen Golddrähten von Hand nachgebildet. In einem ersten Durchgang im Ofen werden die Goldfäden verschweisst, damit sie getrennte Zellen bilden. Nun wird Zelle für Zelle mit einer Emaillepaste in der gewünschten Farbe befüllt. Mit einer Gänsefeder, denn nur sie hat die richtige Kapillarwirkung. Im Ofen härtet die Emaille aus, anschliessend werden neue Schichten aufgetragen, bis der Farbverlauf exakt den Vorgaben entspricht. Am Schluss werden die Golddrähte mit einer Diamantfeile poliert und geschliffen, sollten sie noch leicht überstehen. Et voilà.

Warum ist Cloisonné-Email so teuer?

Dafür gibt es vier nachvollziehbare Gründe. Erstens braucht es langjährige Erfahrung, um Emaille auf winzigem Raum richtig zu applizieren und zu verarbeiten. Alleine das Auftragen der Golddrähte braucht nicht nur eine sehr ruhige Hand, sondern viel Geduld. Bereits dieser erste Arbeitsschritt umfasst viele Stunden. Zweitens muss jede aufgetragene Emailleschicht im Ofen bei 850 Grad gehärtet werden. Dieser Prozess muss konstant überwacht werden, denn es gibt keine feste Verweildauer im Ofen. Die Dicke der Schicht, die Farbe, all das verändert die nötige Zeit; sie kann nur mit Augenkontrolle überprüft werden. Drittens kann auch dem erfahrenen Meister ein Missgeschick passieren, das Kunstwerk zerbricht, oder es bilden sich kleine, schwarze Oxidationspunkte: Ausschuss. Viertens muss ganz am Schluss der Rohling, der zuvor leicht bombiert ist, absolut flach gemacht werden, damit er das Funktionieren der Zeitangabe nicht beeinträchtigt. Das Blatt wird mit einem Stück geschliffener Holzkohle vorsichtig flachgedrückt, nachdem es ein letztes Mal erhitzt wurde. Passiert hier ein Missgeschick, ist die Arbeit von vielen Stunden vergeblich gewesen.

Wie verbreitet ist die Tradition der Cloisonné-Technik?

Es gibt weltweit nur noch sehr wenige Meister, die diese uralte Handwerkskunst ausüben. Ihre Wurzeln liegen in China und wurden in Japan mit Porzellan verbunden. Emaille ist ähnlich wie Porzellan ein mineralisches Schmelzglas, das auch für Zifferblätter von Standuhren und später von Armbanduhren verwendet wurde. Ergänzt um Cloisonné, also das Unterteilen in verschiedene Zellen, entstehen miniaturisierte Gemälde, die Jahrhunderte überdauern können, ohne an Pracht und Farbintensität zu verlieren. Seit der Erfindung der Armbanduhr Anfang des letzten Jahrhunderts, an der Vulcain beteiligt war, wurde Emaille immer häufiger durch modernere Materialien ersetzt. Sie ermöglichten eine industrielle Herstellung von Zifferblättern. Cloisonné-Email wird aktuell nur noch von wenigen Spezialisten beherrscht und angewendet, weil es ein unglaublich zeitaufwendiger Handwerksprozess ist, bei dem kein einziger Schritt mit Maschinen ausgeführt werden kann. Deshalb gibt es auch nur einen ganz kleinen und exklusiven Kreis von Uhrenmanufakturen, die diese künstlerische Gestaltung eines Zifferblattes anbieten. Vulcain gehört dazu.

Gibt es noch andere limitierte Auflagen von Vulcain?

Es gibt insgesamt sieben limitierte Kollektionen von Vulcain. Dazu gehört neben der Cloisonné-Email die 50s President’s Special, die unter anderem den Künstlern Herbie Hancock und Heiner Lauterbach gewidmet ist. Es gibt die Aviator GMT Pilot DLC-Steel und die Chronograph Steel, die Cricket Extreme in den Ausgaben Air Force One und Automatic Titanium & Steel sowie Sonderausgaben der Aviator. Und schliesslich die Vulcain-Tourbillon mit einem 60-Sekunden-Tourbillon, einem Indikator für die Gangreserve und einer retrograden Datumsangabe. Auch für Liebhaber und Connaisseurs, die das Besondere und Seltene suchen, bietet Vulcain eine breite Auswahl. Die ganze Welt der Zeit kann so erfahren werden.

Kontaktieren Sie uns

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und stehen sehr gerne zur Verfügung für alle Fragen oder Anmerkungen.

Manufacture des montres Vulcain S.A.
Chemin des Tourelles 4
CH-2400 Le LocleSwitzerland

Tel: +41 32 930 80 10

Interresst Product

Contact form