Geschichte und Technik der Haute Horlogerie

1858 beginnt die Story von Vulcain. Die Gebrüder Ditisheim bereicherten die Geschichte der Schweizer Haute Horlogerie, der hohen Handwerkskunst der Uhrenherstellung. Mechanische Armbanduhren in höchster Präzision, mit Handaufzug oder als Automatik, mit Komplikationen wie Chronometer, Datumsanzeige, Mondphase oder Tourbillon. Natürlich mit einem eigenen Kaliber, hergestellt in einer Manufaktur im Neuenburger Jura, der Wiege der Schweizer Uhrmacherkunst. Kontinuierliche Innovation führte 1947 zur Präsentation der ersten funktionierenden Weckerarmbanduhr der Welt. Die Manufaktur Vulcain stattete sie mit dem legendären Cricket-Kaliber aus, später ergänzt durch das Exactomatic-System, bis heute erhältlich mit Handaufzug oder als Automatik.US-Präsident Harry Truman (1945 – 1953) war der Erste in einer langen Reihe der mächtigsten Männer der Welt, der eine Vulcain trug. Gefolgt von Dwight D. Eisenhower (1953 – 1961), Lyndon B. Johnson (1963 – 1968) und Richard M. Nixon (1969 – 1974). Als 2009 Barack Obama, dem 44.  Präsidenten der USA, eine spezielles Geburtstagsmodell gewidmet wurde, trug diese Vulcain schon längst den Namen Präsidentenuhr.

Ihre technischen Qualitäten, ihre Genauigkeit und ihre Robustheit begeistern auch Abenteurer und Forscher. Seit den 1950er-Jahren ist die Marke Vulcain aus Le Locle Partner von berühmten Expeditionen, tief hinab in die Meere und hoch hinauf in die Berge.
Die Legende lebt und wird fortgeschrieben. Mit immer neuen Modellen und mit der exklusiven Partnerschaft mit dem Jazzpianisten Herbie Hancock sowie Heiner Lauterbach. So vereinen sich Kunst und Kunsthandwerk.

Die Aviator Instrument Chronograph Steel

Man kann die Zeit nicht anhalten. Aber stoppen. Für diesen mechanischen Chronographen mit Automatikaufzug verwenden wir das Vulcain-Kaliber V59. Es besteht aus 247 Einzelteilen, um die vielfältigen Funktionen hochpräzise angeben zu können. Der Saphirglasboden ermöglicht durch den skelettierten Rotor einen Einblick in das Innenleben dieses mechanischen Meisterwerks von ganzen 7.9 mm Höhe.

  •  Die Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden; kleine Sekunde bei 9 Uhr, Minutenzähler bei 3 Uhr, Stundenzähler bei 6 Uhr, Datumsanzeige
  • Das Gehäuse: Edelstahl, 44.6 mm Durchmesser, kratzfestes Saphirglas oben und im Boden, bis 10 ATM wasserdicht
  • Die Ausstattung: Kalbslederarmband mit Sicherheitsfaltschliesse aus Stahl

Das Manufakturkaliber ist das Herz

Das Innere einer mechanischen Armbanduhr besteht aus hochpräzisen Bestandteilen, zusammengefügt von der ruhigen Hand eines Uhrmachermeisters. Unser Manufakturkaliber Vulcain Cricket V10 besteht aus 165 Einzelteilen. Inklusive der von uns entwickelten mechanischen Weckerfunktion und dem Exactomatic System. Manufakturkaliber bedeutet, dass wir zum exklusiven Kreis von Uhrenmarken gehören, die Uhrwerke selber herstellen und sie nicht vorgefertigt beziehen.

Die Geschichte der Vulcain-Uhr

Gewaltige Uhrwerke in Kirchtürmen wurden zu Standuhren verkleinert und fanden schliesslich ihren Platz als Taschenuhr in den Anzügen der Herren und in den Décolletés der Damen. Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Siegeszug der Armbanduhr. Vulcain erkannte die Zeichen der Zeit und präsentierte schon früh eine umfangreiche Kollektion an Armbanduhren. Für Damen und Herren.
1940 präsentierte Vulcain die erste Chronographen-Armbanduhr, und 1946 liess sich die Manufaktur ihr Exactomatic-System patentieren. Die Lagerung der Unruh, das Herzstück jeder Uhr, wurde so gestaltet, dass es Reibungen in allen Lagen ausgleicht, was eine höhere Ganggenauigkeit beim Tragen bewirkt. 1947 wurde das durch das Cricket-Kaliber ergänzt. Diese Komplikation bewirkt einen Alarmton, der so zuverlässig ist, dass sich schnell einmal US-Präsidenten von der Vulcain-Uhr an wichtige Termine erinnern oder wecken liessen.

Eine präzise mechanische Armbanduhr mit Ganggenauigkeit eignet sich natürlich nicht nur für Präsidenten, sondern auch für extreme Belastungen. So begleitete die Vulcain Cricket im Jahre 1952 die italienische Seilschaft bei der Besteigung des K2, des zweithöchsten Berges der Welt. Und als einzige Uhr, die auch unter Wasser läuten kann, entwickelte Vulcain zusammen mit dem Schweizer Tauchpionier Hannes Keller die Nautical, eine Uhr, die die Dekompressionsstufen beim Tauchen präzise angeben kann.
Bis heute entwickelt Vulcain immer neue Komplikationen, bis hin zum Tourbillon, denn die Zeit steht niemals still. Zeit ist kostbar, das zeigt Vulcain mit der Wiederbelebung der Tradition des Cloisonne-Emails. In jeweils limitierter Auflage verwandeln Weltzeit-Armbanduhren das Kunsthandwerk der mechanischen Uhr zum Kunststück.

Wie funktioniert eine mechanische Uhr?

Das Herzstück jedes mechanischen Zeitmessers ist das Kaliber, also die Baureihe des Uhrwerks. Vulcain stellt insgesamt 12 Baureihen seines Kalibers Vulcain Cricket her. Es umfasst mindestens 165 Einzelteile, 25 Rubine und zwei Federhäuser. Zusätzlich ist es mit dem patentierten Exactomatic-System ausgerüstet, das die Ganggenauigkeit verbessert. Und natürlich mit einem Weckeralarm. Handelt es sich um ein Werk mit Handaufzug, verfügt die Vulcain-Uhr über eine Gangreserve von 42 Stunden. Handelt es sich um ein Automatik- Modell, entfällt natürlich der regelmässige Handaufzug.
Je nach zusätzlichen Komplikationen, darunter eine 24-Stunden-Weltanzeige, Chronometer, Mondphase, Angabe von Wochentag und Datum oder Tourbillon, werden bis zu 263 Einzelteile verbaut.
Federn, Schräubchen, Zahnrädchen, das Schwungrad eines automatischen Antriebs, möglichst verschleissfrei auf engstem Raum zusammengefügt – im Fall des Vulcain Manufakturkalibers Cricket auf einem Durchmesser von 28 mm bei einer Höhe von 5,6 mm –, das ist höchste Präzision, die Verwendung von Einzelteile mit minimsten Toleranzen und die Erfahrung eines Uhrmachermeisters.
All das soll nicht nur für den Moment, sondern über den Tag hinaus und jahrelang, jahrzehntelang möglichst genau die Zeit messen, dazu noch geschützt vor Witterungseinflüssen und mechanischen Belastungen. Ergänzt mit zusätzlichen Komplikationen wird hier die Grenze zwischen Kunsthandwerk und Kunst überschritten.
Mit der Imperial Gong präsentierte Vulcain im Jahre 2005 einen mechanischen Zeitmesser, der die wohl schwierigste uhrmacherische Komplikation, den Tourbillon, mit einem Weckerkaliber verbindet. Der Tourbillon ist eine Vorrichtung, die Gangungenauigkeiten durch die Einwirkung der Schwerkraft auf eine Armbanduhr, deren Position zur Gravitationskraft wechselt, kompensiert. Der von Vulcain entwickelte mechanische Wecker ist hier mit einer sogenannten Kathedralen-Tonfeder ausgestattet, deren Wohlklang sich mit den schönsten Minutenrepetieruhren messen kann.

Warum eine mechanische Uhr?

Es ist unbestreitbar: Eine Quarzuhr oder eine elektronische Uhr ist an Ganggenauigkeit nicht zu überbieten und in ihrer Herstellung so billig, dass sie in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts fast zum Untergang der Schweizer Uhrenmanufakturen führte.
Ihre Weiterentwicklung zur Smartwatch, die mit anderen elektronischen Geräten wie Smartphones oder dem Internet in Verbindung steht, erweitert die Einsatzmöglichkeiten einer modernen Uhr.
Eine mechanische Uhr hingegen ist gelebte Tradition, Handwerkskunst und der Gipfel der Feinmechanik. Eine mechanische Uhr ist nicht einfach Zeitmessung, sondern sie verkörpert die Zeit.
Sie braucht allerdings, wie jedes mechanische Gerät, Pflege, sie muss in regelmässigen Abständen, so alle zehn, besser alle fünf Jahre, gewartet werden. Bei guter Pflege ist sie aber ein Begleiter, der zwar die Zeit abzählt, aber niemals veraltet. Eine gute mechanische Uhr kann ohne weiteres vererbt werden. Hat eine mechanische Uhr einmal ihre endgültige Form gefunden, wie beispielsweise die President’s Watch, ist sie auch mehr als zwei Generationen, nachdem sie vom ersten US-Präsidenten getragen wurde, so zeitlos modern wie zu dem Zeitpunkt, als sie der Welt vorgestellt wurde.

Kontaktieren Sie uns

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und stehen sehr gerne zur Verfügung für alle Fragen oder Anmerkungen.

Manufacture des montres Vulcain S.A.
Chemin des Tourelles 4
CH-2400 Le LocleSwitzerland

Tel: +41 32 930 80 10

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